Mink und Nerz

Der Europäische Nerz gehört zu den am stärksten bedrohten Säugetierarten Europas. Schon vor ca. 100 Jahren ist er in Deutschland verschwunden. Ursachen für seinen Rückgang sind nur zum Teil bekannt. Aber die Zerstörung seiner Lebensräume durch Entwässerung, Bachbegradigungen und Gewässerverschmutzung haben sicher dazu beigetragen. Der Nerz ist eine EEP-Tierart. In Deutschland hat sich zusätzlich der Verein Euronerz der Tierart angenommen. Die Nachzucht aus dem Wisentgehege wird Wiederansiedlungsprojekten in Deutschland zur Verfügung gestellt. Der Europäische Nerz wurde nie in Pelztierfarmen gehalten wie sein amerikanischer Verwandter, der Mink (Farmnerz).

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Trotz der Ähnlichkeit sind die beiden Arten gar nicht so eng verwandt wie bisher geglaubt. Der amerikanische Mink ist ein sehr robustes Tier. Es hat die gleichen Lebensraumansprüche wie der Nerz. Ausgebrochene oder „befreite“ Farmnerze haben die schlimme Situation des Europäischen Nerzes weiter verschlechtet. Der Mink ist auf dem Vormarsch und verdrängt die Restpopulationen des Nerzes aus ihren Lebensräumen in Europa. Einige Bundesländer, auch Niedersachsen, haben den Mink über das Jagdgesetz zum jagdbaren Wild erklärt. Auffälligster Unterschiede: Der Mink ist deutlich größer und häufig nicht naturfarbig, sondern auch schwarz oder silber . Der Nerz hat neben dem weißen Kinn auch die Oberlippe weiß.

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